Wenn's mal brennt

Abfallwirtschaft, Energie, Logistik, Schmierstoffe, Tankstellen, Gruppe

Eine Verwertung von verbranntem Material ist nicht einfach – Bellersheim klärt auf.

Nach Brandereignissen im privaten oder gewerblichen Bereich bleiben Reste von nicht brennbaren mineralischen Baustoffen, verbrannte Einrichtungsgegenstände und verbrannte Ware übrig. Diese Rückstände können eine Vielzahl an gefährlichen Stoffen beinhalten, wie z. B. Asbest, Dämmmaterial, Kohlenwasserstoffe, Schwermetalle, Dioxine, Furane und PAK. Diese einzelnen Kontaminationen müssen durch aufwendige Analysen nachgewiesen werden.

Anhand der festgestellten Belastung wird der Brandabfall als gefährlicher oder nicht gefährlicher Abfall eingestuft.

Eine Verwertung des Materials ist hier nahezu ausgeschlossen. Je nach Belastung wird der Brandschutt deponiert oder einer geeigneten Verbrennungsanlage zugeführt.

Ein Beispiel hierfür ist der Brand eines Betriebes im Westerwald. Dort brannten Lagerhallen mit gelagerten Reifen und Felgen ab. Bei diesem Brand fielen Brandrückstände (Reifen, Metall etc.) und asbesthaltige Baustoffe (durch ein Eternitdach verunreinigter Bauschutt) an. Die Rückstände enthielten Schadstoffe wie Kohlenwasserstoffe, Blei und Asbest. Die einzelnen Fraktionen wurden getrennt und nach den gesetzlichen Vorgaben beprobt und analysiert. Da für asbesthaltige Baustoffe (ca. 500 t) besondere Vorgaben und gesetzliche Regelungen existieren wurde hier für die Verladung des Materials ein Unternehmen, gemäß TRGS 519, beauftragt. Dieses Material wurde in speziellen Gewebesäcken auf einer DK II-Deponie abgelagert. 

Die ca. 1.000 t Brandrückstände mussten, aufgrund der hohen Belastungen, in einem Drehrohrofen verbrannt werden.

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